Silvester rückt näher

Büren , 10. Oktober 2018

Damit Silvester für alle Beteiligten möglichst entspannt verläuft ist es wichtig sich frühzeitig zu informieren.

Silvesterangst bei Hunden

Viele Besitzer wissen um die Geräuschphobie ihrer Hunde beim Knallen von Feuerwerkskörpern an Silvester. Die Reaktionen auf das Geräusch wird meistens von Jahr zu Jahr schlimmer, die Phobie mit der Zeit schon bei leiseren Knallern erkennbar.

Angstprobleme sollten immer therapiert werden. Ein Leben mit andauernder Angst führt zu einem chronisch negativen Stressgeschehen und ist ein tierschutzrelevantes Problem.

 

Wie kann ich meinem Vierbeiner helfen?

Halter mit Hunden, die unter Geräuschphobie leiden, sind oft ziemlich verzweifelt. Der Vierbeiner reagiert panisch auf bestimmte Geräusche und die Besitzer wollen ihm verständlicherweise schnell helfen. Die Geräuschempfindlichkeit ist ein Problem, das sich nicht von einem auf den anderen Tag lösen lässt.  Erste Hilfe Maßnahmen kurz vor Silvester sind:

  • Eventuelle Erkrankungen können verstärkend wirken: sie müssen identifiziert und ggf. behandelt werden
  • Weder das Alleingelassenwerden, noch übermäßiger Zuspruch und tröstende Worte helfen dem Hund mit der Angstsituation fertig zu werden. Verhalten Sie sich möglichst „neutral“, um die Situation nicht noch ungewöhnlicher zu machen. Stellen Sie unbewusstes Belohnen des Angstverhaltens ein, d.h. vermeiden Sie verstärkte Zuwendung durch Ansprechen, Streicheln, intensives Ansehen, usw. Setzen Sie sich neben Ihren Hund und lesen Sie ein Buch oder essen Sie etwas. Dies hat auf Hunde eine beruhigende Wirkung.
  • Wenn Ihr Hund einen besonderen Zufluchtsort hat, den er von sich aus aufsucht (z.B. unter dem Bett oder Sofa), sollte dieser immer frei zugänglich sein.
  • Fenster und Türen geschlossen halten und eine unauffällige Geräuschkulisse durch beispielsweise Radio oder Fernsehen herstellen.
  • Ängstliche Hunde sollten niemals mit zu einem Feuerwerk genommen werden und in der „gefährdeten“ Jahreszeit (29.12-06.01) nur an einer Leine spazieren gehen.
  • Allgemeiner Stressabbau vor dem Silvesterabend ist sinnvoll. Der Hund sollte in ruhiger Umgebung sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet werden. Hierfür eignen sich z.B. Suchspiele und das Ausführen von einfachen Kommandos, die auch zu Hause durchgeführt werden können.
  • Wenn die Geräuschangst wirklich nur an Silvester auftritt und den Rest des Jahres kein Problem darstellt, kann eine medikamentöse Therapie angezeigt sein.

 

Bitte beachten Sie, das wir Ihr Tier vor einer medikamentöse Behandlung zu Silvester immer rechtzeitig untersuchen müssen.

Bei den meisten eingesetzen Pharmaka handelt es sich um sogenannte Benzodiazepine, welche betäubungsmittelrechtlich geregelt sind und bestimmten gesetzlichen Regelungen unterworfen sind. Benzodiazepine wirken je nach Dosierung und Medikament angstlösend, zentral muskelrelaxierend, sedierend und hypnotisch. Bei einigen Medikamenten muss einige Tage vor Silvester mit der Medikation begonnen werden.

Für weiterführende Informationen oder Fragen sprechen Sie uns bitte an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.